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Fragen zu Messeauftritten und Kooperationen im In- und Ausland

 
Fragen zu Recht, Technik, Umwelt und Finanzen

1. Wie kann ich Handwerksmeister werden?

2. Woher bekommt man das Meister-BaföG?

3. Brauche ich einen Meistertitel für die geplante Selbständigkeit?

4. Gibt es Geld für Existenzgründer?

5. Wie kann ich einen Betrieb an- oder abmelden?

6. Was muss ich bei der Betriebsübernahme beachten?

7. Was sollte ich bei der Betriebsübergabe beachten?

8. Ich möchte mit einem anderen Betrieb eine Kooperation aufbauen. Wer kann mir bei meinen Fragen hierzu weiterhelfen?

9. Ich möchte eine Teilhaberschaft anbieten. Wie gehe ich am besten vor?

10. Welche Rechtsformen gibt es bei Handwerksbetrieben, und welche ist für mich die beste?

11. Ich habe Liquiditätsprobleme. An wen kann ich mich wenden?

12. Kann die Einberufung eines Mitarbeiters zur Bundeswehr/ zum Zivildienst verschoben werden?

13. Welche Kündigungsfristen muss ich als Arbeitgeber/ Arbeitnehmer beachten?

14. Ich benötige eine Stellungnahme, um vom Arbeitsamt Überbrückungsgeld zu bekommen. An wen kann ich mich wenden?

 
Antworten zu Messeauftritten und Kooperationen im In- und Ausland

1. Mein Kunde möchte von mir eine Lieferantenerklärung. Was ist das?

Eine Lieferantenerklärung dient dem Nachweis der Ursprungseigenschaft einer Ware. Vermutlich möchte Ihr Kunde die bei Ihnen gekauften Produkte in ein Land verkaufen, mit dem die EU ein Präferenzabkommen geschlossen hat. Wenn er beweisen kann, dass die Waren ihren Ursprung in der EU haben, so fallen keine Zölle bei der Einfuhr an. Und hierzu braucht er von Ihnen eine Lieferantenerklärung. Übrigens: aktuell gilt die EU-Verordnung Nr. 1207/2001.

 
2. Ich habe einen Auftrag aus dem Ausland erhalten. Wie kann ich absichern, dass mein Kunde auch tatsächlich zahlt?

Die richtige Methode der Zahlungssicherung hängt immer davon ab, wie hoch die Risiken einzuschätzen sind: Sitzt der Kunde in einem krisenanfälligen Land? Ist über den Kunden selbst etwas bekannt? Bei unbekannten Kunden und "riskanten" Ländern (politisch oder wirtschaftlich instabil) gilt als Faustregel: Lieferung nur gegen Vorkasse! Daneben bieten Banken zahlreiche Formen und Ausgestaltungen von Zahlungssicherungsinstrumenten an: Dokumenteninkassi, Akkreditive - bestätigt und unbestätigt etc. Setzen Sie sich deshalb mit Ihrer Bank in Verbindung.

 
3. Welches sind die richtigen Papiere beim Export?

Was die "richtigen" Papiere sind, kommt immer darauf an, welches Land Sie für Ihr Exportgeschäft im Auge haben. Für eine Ausfuhr in ein anderes EU-Land beispielsweise benötigen Sie überhaupt keine speziellen Papiere mehr. Bei allen anderen Ländern ist das wichtigste Dokument die Ausfuhranmeldung mittels Einheitspapier. Für eine ganze Reihe von Staaten, wie etwa die Schweiz, Norwegen und alle EU-Beitrittskandidaten ist ggf. eine Warenverkehrsbescheinigung EUR.1 erforderlich. Daneben wird vielerorts, vor allem im Nahen Osten aber auch in Südamerika, ein Ursprungszeugnis gefordert. Zu Einzelheiten berät Sie Ihre Handwerkskammer.

 
4. Benötige ich in anderen EU-Staaten eine Aufenthaltsgenehmigung, wenn ich dort einen Montageauftrag ausführe?

Nein. Grundsätzlich darf sich jeder EU-Bürger im Hoheitsgebiet eines anderen EU-Staates frei bewegen und aufhalten. Eine Aufenthaltserlaubnis ist nur erforderlich, wenn sich jemand länger als drei Monate in einem anderen Mitgliedstaat aufhalten will. Dieses Papier dient ausschließlich dem Nachweis des Aufenthaltrechts, das allen Unionsbürgern zusteht und wird auf Vorlage bestimmter Unterlagen erteilt.

 
5. Kann ich überall in Europa in meinem Beruf arbeiten?

Arbeitnehmer aus der EU, die zur Durchführung von Arbeiten in einen anderen EU-Staat einreisen, benötigen zur Aufnahme der Beschäftigung als Arbeitnehmer keine Arbeitserlaubnis. Ob man aber in einem bestimmten Handwerksberuf tätig werden darf, ist in den Ländern der EU nicht einheitlich geregelt. Es gibt allerdings umfangreiche Anerkennungsregeln. Mit der deutschen Handwerksausbildung und insbesondere mit dem Handwerksmeistertitel haben Sie die allerbesten Voraussetzungen, um überall in Europa arbeiten zu können. Sie müssen teilweise Ihre Ausbildung bzw. Ihren Titel zunächst offiziell anerkennen lassen. Zu den Einzelheiten berät Sie gerne Ihre Handwerkskammer.

 
6. Muss ich Warenlieferungen in andere EU-Staaten oder aus diesen Staaten verzollen?

Im europäischen Binnenmarkt gilt der sogenannte freie Warenverkehr, d.h. für Waren, die innerhalb der EU von einem zum nächsten Staat geliefert werden, sind keine Zollpapiere mehr nötig. Dies betrifft Waren, die im Zollgebiet der EU hergestellt oder bei Einfuhr in das EU-Zollgebiet bereits verzollt und besteuert wurden.

 
7. Ich will meinen Betrieb auf einer Fachmesse präsentieren. Welche Vorteile bietet mir ein Gemeinschaftsstand?

Ein Gemeinschaftsstand auf Fachmessen ist besonders für die Handwerksbetriebe geeignet, die noch keine oder wenig Messeerfahrung haben. Der Organisator des Gemeinschaftsstandes übernimmt die gesamte standbautechnische Abwicklung. Gleichzeitig profitiert der Handwerksbetrieb vom Know-how des Organisators bezüglich Vorbereitung und Nachbereitung der Messebeteiligung. Die Bündelung von Ausstellern auf einem Gemeinschaftsstand bieten den teilnehmenden Unternehmen eine kosten- und zeitsparende Messebeteiligung.

 
8. Was spricht für den Messeauftritt eines Handwerksbetriebs?

Um im wachsenden internationalen Wettbewerb bestehen zu können, wird der Messeauftritt auch für Handwerksbetriebe immer wichtiger. In kürzester Zeit können auf einer Messe Kontakte zu bestehenden Kunden aufgefrischt, Neukunden geworben und ein Überblick über Angebot und Konkurrenz gewonnen werden. Der Messeauftritt stärkt das Image des ausstellenden Betriebes und seiner Produkte. Besonders für die Bekanntmachung und Vermarktung neuer, technologisch hochwertiger Produkte von Handwerksbetrieben eignet sich der Messeauftritt.

 
9. Wie finde ich die richtige Messe?

Allein in Deutschland gibt es für jede Branche eine Vielzahl unterschiedlicher Veranstaltungen: Internationale Fachmessen, deutschlandweit oder regional begrenzte Fachmessen und Verbraucherausstellungen. Das selbe gilt für die Europäische Union und eine Vielzahl nichteuropäischer Länder. In diesem Messedschungel die richtige Messe herauszufinden, ist nicht einfach. Mehrere Organisationen stellen Verzeichnisse mit Messedaten zur Verfügung.

 
Gibt es Fördermittel für die Teilnahme an Messen?

Die Beteiligung an Messen im In- und Ausland kann gefördert werden.

 
Antworten zu Recht, Technik, Umwelt und Finanzen

1. Wie kann ich Handwerksmeister werden?

Um für die Meisterprüfung zugelassen zu werden, muss man eine mit Erfolg abgelegte Abschluss- oder Gesellenprüfung nachweisen. Außerdem sollte man drei Jahre in dem Handwerk, in welchem die Prüfung abgelegt werden soll, tätig sein.

 
2. Woher bekommt man das Meister-BaföG?

Das Meister-BaföG wird in Thüringen beim Landesverwaltungsamt beantragt.

Hausanschrift:

Thüringer Landesverwaltungsamt
Weimarplatz 4
99423 Weimar

Telefon: 0361 / 37 90 0

 
3. Brauche ich einen Meistertitel für die geplante Selbständigkeit?

Bedingung für die Aufnahme einer selbständigen Existenz in einem Handwerksberuf ist der Meisterbrief oder eine vergleichbare Qualifikation. Das Handwerksrecht sieht allerdings auch einige Ausnahmen vor. Hierzu beraten Sie die Mitarbeiter der Handwerksrolle. Existenzgründungen im handwerksähnlichen Gewerbe erfordern keinen Meisterbrief. Allerdings ist die Meisterprüfung die Voraussetzung dafür, Lehrlinge auszubilden zu können. Auskunft geben die Mitarbeiter in der Handwerksrolle Ihrer Kammer.

 
4. Gibt es Geld für Existenzgründer?

Ja, es gibt staatliche Fördermittel bzw. zinsgünstige Darlehen.

 
5. Wie kann ich einen Betrieb an- oder abmelden?

Für die Anmeldung von Betrieben sind die Gewerbeämter der jeweiligen Stadt oder Gemeinde zuständig. Hat ein Handwerker seinen Betrieb auf dem Gewerbeamt angemeldet, leitet das Amt die Anmeldung umgehend an die zuständige Handwerkskammer weiter. Diese sendet im unaufgefordert die Unterlagen für die Eintragung in die Handwerksrolle zu. Ist die Eintragung komplett, erhält der frisch eingetragene Betriebsinhaber von den Handwerkskammern als neues Mitglied seine Handwerkskarte. Per Eintragungsantrag ist auch die Anmeldung direkt über die Kammern möglich.

Ähnlich wie die Anmeldung beginnt auch die Abmeldung eines Betriebes mit dem Gang auf das zuständige Gewerbeamt. Es kann aber auch ein Antrag auf Löschung von der Handwerksrolle gestellt werden.

 
6. Was muss ich bei der Betriebsübernahme beachten?

Eine Betriebsübernahme hat verschiedene Formen: Pacht, Kauf oder Schenkung. Bei jeder Betriebsübernahme gibt es Vor- und Nachteile, die man gegeneinander abwägen muss. Deshalb ist es ratsam, sich vor einer Übernahme gründlich zu informieren und den Betrieb bis ins kleinste Detail zu durchleuchten: Wie groß ist der Kundenstamm? Welche Qualifikationen haben die Mitarbeiter? Wie steht es um Arbeitsverträge, baurechtliche Bedingungen, Konkurrenz? Warum gibt der bisherige Besitzer das Unternehmen ab? Wichtig ist ein realistischer Übernahmepreis. Ein Fachmann sollte hinzugezogen werden.

 
7. Was sollte ich bei der Betriebsübergabe beachten?

Die Betriebsübergabe ist ein komplexer Prozess. Bestimmte Voraussetzungen müssen erfüllt sein: dies betrifft familiäre, betriebswirtschaftliche, rechtliche, steuerliche und technische Aspekte. Der Betriebsübergeber sollt sich über seine persönlichen und betriebswirtschaftlichen Ziele klar sein. In beiden Fällen helfen die Betriebsberater der Thüringer Handwerkskammern gern weiter.

 
8. Ich möchte mit einem anderen Betrieb eine Kooperation aufbauen. Wer kann mir bei meinen Fragen hierzu weiterhelfen?

Bei Fragen wenden Sie sich am Besten an Ihre Handwerkskammer.

Bei der Suche nach einem Kooperationspartner können die Kooperationsbörsen der Handwerkskammern behilflich sein.

 
9. Ich möchte eine Teilhaberschaft anbieten. Wie gehe ich am besten vor?

Einen Teilhaber aufzunehmen ist eine unternehmenspolitische Entscheidung von großer Tragweite. Über die Konsequenzen und die möglichen Formen der Teilhaberschaft informieren Sie die betriebswirtschaftlichen Berater der Handwerkskammern. Bei der Vertragsgestaltung sind Ihnen die Rechtsberater behilflich. Bei der Suche nach einem Teilhaber können die Betriebsbörsen der Handwerkskammern behilflich sein.

 
10. Welche Rechtsformen gibt es bei Handwerksbetrieben, und welche ist für mich die beste?

Die Wahl der Rechtsform muss unter Abwägung zahlreicher Kriterien getroffen werden. Allgemeine Empfehlungen kann es nicht geben. Viel Subjektives: Handhabung der Rechtsform, Aufwand z.B. bei Buchhaltung und Kosten dabei, steuerliche Aspekte, Haftung etc. Tipps für Ihren individuellen Fall geben die betriebswirtschaftlichen Berater der Handwerkskammern - am besten einen Termin vereinbaren.

 
11. Ich habe Liquiditätsprobleme. An wen kann ich mich wenden?

Liquiditätsprobleme haben verschiedene Ursachen. Wichtig ist, diese möglichst schnell ausfindig zu machen. Hier ist Zeit echtes Geld, und kann frühzeitiges Handeln den Betrieb retten. Hierfür bitte umgehend einen Beratungstermin bei den betriebswirtschaftlichen Beratern der Kammer vereinbaren.

 
12. Kann die Einberufung eines Mitarbeiters zur Bundeswehr / zum Zivildienst verschoben werden?

Der Betrieb kann ein Gesuch auf Unabkömmlichkeit des Mitarbeiters stellen, über das das Kreiswehrersatzamt beziehungsweise das Bundesamt für den Zivildienst nach Anhörung der entsprechenden Handwerkskammer entscheidet. Das Gesuch muss beim zuständigen Landratsamt bzw. Stadt gestellt werden. Bei Nahrungsmittelhandwerken ist das Gesuch beim zuständigen Landwirtschaftsamt zu stellen.

 
13. Welche Kündigungsfristen muss ich als Arbeitgeber / Arbeitnehmer beachten?

Kündigungsfristen können sich aus dem Arbeitsvertrag, den Tarifverträgen oder aus dem Gesetz ergeben. Deshalb muss immer im Einzelfall geprüft werden, welche Regelung maßgeblich ist. Besonders wichtig ist dabei, welche Regelung im Arbeitsvertrag zu den Kündigungsfristen besteht, inwieweit ein Tarifvertrag zur Anwendung kommt. Relevant ist auch, ob es sich um eine Kündigung durch den Arbeitgeber oder durch den Arbeitnehmer handelt und wie lange der Arbeitnehmer im Betrieb tätig ist.

 
14. Ich benötige eine Stellungnahme, um vom Arbeitsamt Überbrückungsgeld zu bekommen. An wen kann ich mich wenden?

Diese Stellungnahmen geben die betriebswirtschaftlichen Berater ab. Vereinbaren Sie dazu am besten einen Termin mit einem Berater bei den Handwerkskammern. Allerdings sollten Sie vor diesem Termin unbedingt ihre Hausaufgaben machen, indem Sie die Unterlagen erarbeiten oder zumindest vorbereiten, die das Arbeitsamt von Ihnen fordert.

 

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