Handwerkskammern

In der Bundesrepublik gibt es insgesamt 54 Handwerkskammern. In Thüringen kümmern sich drei Handwerkskammern um die Interessen ihrer Mitglieder. Jede Kammer nimmt sich dabei einer bestimmten Wirtschaftsregion an.
handwerkskammer-erfurthwk-gerahwk-suedthueringenKarte
Handwerkskammer Erfurt
www.hwk-erfurt.de

Handwerkskammer für Ostthüringen
www.hwk-gera.de

Handwerkskammer Südthüringen
www.hwk-suedthueringen.de
Bitte nicht verwechseln – Handwerkskammer und IHK

Wer in der Wirtschaft tätig ist, hegt eine Menge Erwartungen gegenüber vielen Partnern, mit denen er zu tun hat: Erwartungen gegenüber dem Staat, dem Land, der Gemeinde, gegenüber der Politik, den Geschäftspartnern, Behörden, Gerichten, Regierungen. Oft ähneln die Erwartungen von zwei Interessenten einander ziemlich stark. Innerhalb einer Branche ist das sogar die Regel.

Und weil das so ist, liegt es nahe, unterschiedlichen Berufsgruppen eine gemeinsame Interessenvertretung zu geben, eine Selbstverwaltung. Und eine gemeinsame Selbstkontrolle gleich mit dazu.
Mit der Einrichtung der Kammern hat der Staat ganz bewusst einen Teil seiner Aufgaben an die Wirtschaft delegiert. Förderung und Selbstkontrolle sind dabei die Grundgedanken des Kammerwesens.
Eine Besonderheit kommt bei den Handwerkskammern hinzu: In den Gremien der Handwerkskammern sind stets Arbeitgeber zu zwei Dritteln und Arbeitnehmer zu einem Drittel vertreten. Eine solche Struktur gibt es beispielsweise bei den IHK´n nicht.
Die Handwerkskammern haben somit eine besondere Fürsorgepflicht gegenüber Arbeitgebern wie Arbeitnehmern. Die organisatorische und meist auch räumliche Nähe von Handwerksunternehmern und ihren Beschäftigten und Lehrlingen spiegelt sich im Aufbau und in den Aufgaben der Handwerkskammern wider.

Gesetzliche Mitgliedschaft:

Eine lohnende Pflicht.


Handwerksbetriebe sowie handwerksähnliche Betriebe sind gesetzlich zur Mitgliedschaft in der Handwerkskammer ihrer Region verpflichtet.

Laut § 6 Handwerksordnung (HwO) hat die Handwerkskammer ein Verzeichnis zu führen, in welches sie die selbstständigen Handwerker ihres Bezirkes mit ihrem zu betreibenden zulassungspflichtigen Handwerk einträgt – die Handwerksrolle.
Und nach § 19 HwO führt die Handwerkskammer ein Verzeichnis, in welches Betriebsinhaber eines handwerksähnlichen Gewerbes oder zulassungsfreien Handwerks innerhalb ihres Bezirkes mit ihrem zu betreibenden Gewerbe einzutragen sind – das Verzeichnis der Gewerbe, die als zulassungsfreie Handwerke oder handwerksähnliche Gewerbe betrieben werden können.

Die Eintragung in die Handwerksrolle erfolgt nach § 10 HwO auf Antrag oder von Amts wegen. Über die Eintragung in die Handwerksrolle hat die Handwerkskammer eine Bescheinigung (Handwerkskarte) auszustellen. In die Handwerkskarte werden Name und Anschrift des selbstständigen Handwerkers, der Betriebssitz, das zu betreibende zulassungspflichtige Handwerk sowie der Zeitpunkt der Eintragung in die Handwerksrolle aufgenommen.
In die Handwerksrolle wird eingetragen, wer in dem von ihm zu betreibenden Handwerk oder in einem diesem verwandten Handwerk die Meisterprüfung bestanden hat oder eine gleichwertige Qualifikation vorweisen kann.

Der Eintrag in das Verzeichnis der zulassungsfreien Handwerke und handwerksähnlichen Gewerbe erfolgt nach § 18 ff HwO.
 
 
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