Februar 2012 – Thüringer Handwerk -- archive.php --

Handwerk in Thüringen zufrieden: Berufliche Bildung aufgewertet

Handwerk in Thüringen zufrieden:
Berufliche Bildung aufgewertet

„Mit der gestrigen Entscheidung, die Meisterqualifikation mit dem Bachelorabschluss gleichzustellen, wurde in Deutschland ein wichtiger Schritt getan, das hohe Bildungsniveau der beruflichen Weiterbildung anzuerkennen“, kommentiert der Geschäftsführer des Thüringer Handwerkstages, Thomas Malcherek, das Ergebnis der langen Diskussionen in der Kultusministerkonferenz. „Das ist ein starkes Signal an die Gesellschaft, dass tertiäre Bildungswege nicht nur über die Hochschule, sondern auch über die Berufsbildung möglich sind.“

Der Deutschen Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen (DQR) trage zu einer verbesserten Transparenz von Qualifikationen in Europa, mehr Durchlässigkeit im Bildungssystem und der schnell erkennbaren Gleichwertigkeit von Qualifikationen aus unterschiedlichen Bildungsbereichen bei, betonte Malcherek.

Für die Unternehmen erwartet er, dass Europäischer Qualifikationsrahmen (EQR) und DQR wichtige Informationsinstrumente werden, da die Arbeitsmarktrelevanz von Qualifikationen im europäischen Kontext auf einen Blick deutlich wird. Die Zuordnung einer Qualifikation zu einer Niveaustufe des EQR biete künftig eine wichtige Erstinformation über das Vermögen eines Bewerbers – unabhängig von dem Bildungssystem und dem Lernort, an dem die Qualifikation erworben worden ist. Das erleichtere die Suche nach geeignetem Personal, auch über Landesgrenzen hinweg. Die verbesserte Transparenz von Qualifikationen auf dem europäischen Arbeitsmarkt komme ebenso den Bewerbern zugute.

Die Entscheidung sei ein starkes Signal an die Gesellschaft, dass tertiäre Bildungswege nicht nur über die Hochschule, sondern auch über die Berufsbildung möglich seien.

Malcherek hofft nun, dass damit der populären Forderung nach mehr Akademikern etwas Wind aus den Segeln genommen wird. Deutschland brauche nicht nur gute Mundwerker, sondern auch gute Handwerker, so der Geschäftsführer des THT.

Wichtig für das Handwerk bleibt nunmehr das Ziel, dass die dreijährige und dreieinhalbjährige Berufsausbildung mit dem Abitur gleichgesetzt wird. In dem gestern gefundenen Kompromiss wurden die schulischen Abschlüsse noch nicht in den Deutschen Qualifikationsrahmen eingeordnet.

Mitteilung des Thüringer Handwerkstages vom 1. Februar 2012

Konditormeister Stefan Lobenstein wurde einstimmig zum neuen Präsidenten des Thüringer Handwerkstages gewählt

Konditormeister Stefan Lobenstein wurde einstimmig zum neuen Präsidenten des Thüringer Handwerkstages gewählt

Die Mitglieder des Thüringer Handwerkstages wählten den Erfurter Konditormeister Stefan Lobenstein zum neuen Präsidenten.

Lesen Sie mehr zur Wahl und der aktuellen handwerkskonjunkturellen Lage in der Pressemitteilung.

Stefan Lobenstein
Präsident
Thüringer Handwerkstag e. V.